Ein Gedanke zu Modern Leadership im digitalen Zeitalter

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Wie führt man Teams im digitalen Zeitalter auf moderne Art und Weise?

Diese Frage habe ich mit Prof. Christopher Stehr und Hannes Goth von Polymundo bei unserem letzten Treffen in Deutschland diskutiert.

Im Kern ist das Thema „Führung“ sicher gleichgeblieben: Ein Team auf dem Weg zu einem gemeinsamen Ziel zu inspirieren, zu motivieren und zu begleiten.

Das WAS hat sich also kaum verändert.

Das WIE dafür umso mehr.

Das letzte Wort verliert (zum Glück) an Bedeutung

Lange Zeit hatten Führungskräfte, speziell auf C-Level-Ebene, in vielen Organisationen „das letzte Wort“. Entscheidungen konnten und wurden im Alleingang getroffen – übrigens auch dann, wenn das Team ganz anderer Meinung war.

Diese Art zu führen nähert sich ihrem Ende. Das ist auch gut so, denn ein autoritärer Stil wird den heutigen Anforderungen in Unternehmen keinesfalls gerecht.

In den letzten Jahren haben sich die sozialen Normen im Geschäftsalltag stark gewandelt. Nicht zuletzt auch durch den demographischen Wandel innerhalb der Organisationen. Die Millennials (auch Generation-Y genannt) sind weiter auf dem Vormarsch. 2020 bilden sie die Hälfte der Mitarbeiter in den Unternehmen. 2025 sind es 75%.

Wer schon einmal mit Teams in Startups oder in digitalen Transformationsprojekten zusammengearbeitet hat, weiß sicher was ich meine:

Professionalität und Lockerheit sind kein Widerspruch. Freundlichkeit ist keine Schwäche. Und die Begeisterung für echte Zusammenarbeit schafft nicht nur einen ganz besonderen Team-Spirit, sondern auch exzellente Ergebnisse.

Es lohnt sich also, die eigene Führungsstrategie zu hinterfragen. Denn schließlich geht es auch im digitalen Zeitalter darum, die besten Talente für sich zu gewinnen und zu halten.

Moderne Führungskräfte sind Coaches – keine ultimativen Experten

Eine Sichtweise von Chris und Hannes gefällt mir besonders gut: Top-Führungskräfte sollten die Rolle des ultimativen Experten ablegen. Stattdessen ist es wichtig, sich mehr als „Werkzeug“ im Sinne des Teams und der Zielsetzung zu verstehen.

Darauf aufbauend ist meine persönliche Überzeugung:

Moderne Führungskräfte sind Enabler und Socializer zugleich. Sie inspirieren, sind offen für Meinungen aller Stakeholder und führen mit hoher Authentizität. Sie gewinnen Experten für ihre Teams, geben Raum für Eigenverantwortung, teilen Wissen und Erfahrung.

Und…

sie führen NIEMALS aufgrund ihres Titels.

Was bleibt im digitalen Zeitalter also noch vom autoritären Stil der vergangenen Jahrzehnte?

(Hoffentlich) nicht viel 😉